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Gerade in nicht so vergnüglichen Zeiten des Abstandhaltens sollte man den Humor nicht verlieren.
Der Intimredakteur möchte daher versuchen, ein wenig dazu beizutragen, wenn auch aufgrund dieses Abstandes nicht sicher vorausgesagt werden kann, wie lange ihm überhaupt noch genügend Material für das TTC-Intim zur Verfügung stehen wird.

Daher nutzen Sie, liebe Leser, noch diese Lektüre, denn ich bin auf jeden Fall für diese Kolumne der am besten Geeignete. Ich bin nämlich ein Wunderkind, denn ich hatte schon mit drei Jahren denselben Verstand wie heute!

Dieser reichte aber dafür aus, auch auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung das Protokoll zu führen, welches nachfolgend noch ein wenig ausgeschmückt werden soll.

Die visionäre Kraft des TTC zeigte sich bereits vor Beginn der Versammlung. Es gab nämlich einen vollständigen Lock down, bevor man dieses Wort überhaupt kannte, denn wir standen, trotz Reservierung, vor den verschlossenen Türen des Turnerheims.
Als dieses Problem mit - wie gewohnt - gemeinsamer Anstrengung gelöst war, musste der Dank an die Volksbank Zuffenhausen für die erneut großzügige finanzielle Unterstützung des TTC etwas nach hinten verschoben werden, denn deren Vorstandsvorsitzende und Ehefrau des Abteilungsleiters kam ausnahmsweise etwas verspätet.
Ihr Ehemann steht ihr allerdings darin nicht nach, indem er zuweilen einfach gar nicht erscheint.
Bekannt wurde nämlich, dass der Ehrenvorsitzende des TV Zuffenhausen, Volkmar Framenau, unseren Abteilungsleiter in der Regel wie folgt beschreibt: „50 Jahre ist er als Abteilungsleiter dabei und schon zum 5. Mal bei der Hauptversammlung des TV erschienen.“

Eine gelegentlich erforderliche Terminfindung stellte sich als schwierig heraus, denn unser Jugendleiter Walter Mauch verkündete in typischer Rentnermanier: „Im Mai bin ich in Italien“ und der Abteilungsleiter stellte nach einem Blick in den Kalender wie gewohnt fest: „Ach, da bin ich ja auch nicht da.“
So verwundert es nicht, dass die Diskussion darüber, an welchem Termin man zu einem Spargelessen gehen werde, länger andauerte als die Diskussion in der Anfangszeit des TTC, in der es um die Erarbeitung einer Satzung ging.
Von Optimismus war diese Diskussion auch nicht begleitet, denn als sich bei einem Terminvorschlag herausstellte, dass an diesem Tag das Achtelfinale der Fußball-EM stattfinden sollte, meinte „Elli“ Ellsäßer kurz und knapp: „Da ist die deutsche Mannschaft sowieso nicht mehr dabei.“

Bei der Aufzählung der langjährigen Mitglieder des TTC fragte der auf dieser Liste vermerkte „Elli“ in typisch schwäbischer Manier, ob die Jubilare an diesem Abend freigehalten würden, worauf Sitzungs- und Abteilungsleiter Gerd Raff in seiner gewohnt großzügigen Art bekanntgab, dass heute alle Anwesenden (welche gerade die zur Beschlussfähigkeit notwendige Schwelle überschritten) freigehalten würden, worauf der neben ihm sitzende Kassier besorgniserregend erbleichte.
Dabei muss der TTC über die nötigen Mittel verfügen, denn es wurde im Lauf der Versammlung bekannt, dass der Nachwuchs des Vereins, eine vom Verband gegen eine Jugendmannschaft verhängte Strafe aus eigenen Mitteln bezahlt hat.

Aber nicht alles im TTC verläuft so friedlich, denn es wurde auch bekannt, dass erstmals in der Geschichte des sogenannten Speckbrettturniers bei einem Spiel ein Schiedsrichter erforderlich war, da es sich um ein familieninternes Duell handelte.

Die Abstimmungen erfolgten an diesem Abend auch wie gewohnt, denn der Versammlungsleiter fragte jeweils: „Ist jemand dagegen?“, wobei sich in einem Fall zum allgemeinen Entsetzen eine Hand erhob, es sich aber gleich darauf zu aller Erleichterung herausstellte, dass Helge nur den Kellner für eine Bestellung heranrufen wollte.

Leider wird wohl der ebenfalls an diesem Abend angekündigte TTC-Ausflug der Corona-Pandemie zum Opfer fallen, denn er hatte sich vielversprechend angehört. Abteilungs- und Reiseleiter Gerd Raff gab nämlich bekannt, dass die erste Rast bezeichnenderweise in Raststatt gemacht werde und dass es dort große Toiletten gebe.
Angesichts seiner Ortskenntnisse ist der Ausfall allerdings vielleicht auch besser, denn wer weiß, wo wir am Ende gelandet wären. Er sprach nämlich unter anderem von „dem Mc Clooney, der am Genfer See wohnt“, wobei er den Schauspieler George Clooney, der am Comer See lebt, meinte.

Als Wolfram Schmid nach der Versammlung hörte, dass es im TTC auch so etwas wie Gleichstellungsvertreter gibt, fiel ihm sofort ein hierzu besonders geeigneter, allerdings nur noch den älteren Mitgliedern bekannt sein dürfender, früherer TTCler ein: „Knutschi“ aus Zazenhausen.
Für alle die ihn nicht kennen und denen sein Spitzname nicht genug sagt, hier ein Spruch, der ihm sicher auch auf den Lippen gelegen wäre:
„Gott hat die Wehen erschaffen, damit die Frauen annähernd ein Gefühl dafür erhalten, wie sich ein echter Männerschnupfen, auch Rüsselpest genannt, anfühlt.“

Auf diesem Niveau bewegte sich auch der letzte Teil der Jahreshauptversammlung, auf der noch etwas Wein konsumiert wurde.
Gerd stellte zunächst fest: „Keiner will Roséwein, aber ich. Herr Kellner zwei Flaschen Rosé bitte.“
Anschließend stellte ein Fachmann in der Runde fest, dass es egal sei, welche Temperatur der Wein habe, denn im Mund erwärme er sich von alleine.
Ärzte sagen ja bekanntlich, dass man mit Alkohol nicht so lange leben würde. Das stimmt auch, aber man sieht im Leben dafür doppelt so viel.

Jedenfalls ist der Tischtennissport insbesondere im Frühling, wenn aus dem Winterspeck Frühlingsröllchen werden, sehr gesund, aber er hält einen auch offensichtlich im Alter fit und munter, denn der Mannschaftsführer der 5. Mannschaft, Johannes Stroh, hatte in der vergangenen Saison einen Gegner, bei dem sich herausstellte, dass dieser schon Tischtennis gespielt hat, als Johannes Vater noch nicht einmal geboren war.

Vielleicht hat er sich auch nur verrechnet, denn heute ist es ja allgemein so wie bei dem jungen Mann, der seinen alten Mathematiklehrer trifft und ihn hoch erfreut mit den Worten begrüßt: „Ihnen bin ich unendlich dankbar, denn bei Ihnen habe ich Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division gelernt, in den Taschenrechner einzugeben.“

Aber visionär wie der TTC und damit auch der Intimredakteur, wie eingangs erwähnt, ist, steht er natürlich ganz auf der Seite der nachkommenden Generation. Ich bin jedenfalls ganz für „Fridays for future“, denn so kommen die jungen Leute, die sonst nur in ihrem Zimmer über das Smartphone wischen oder auf der Spielkonsole daddeln, wenigstens einmal pro Woche an die frische Luft.

In diesem Sinne:
Bleibt auch in diesen Zeiten immer frisch und munter.

Jürgen Hettich

Gleich zu Beginn des TTC-Ausflugs 2019 nach Belgien demonstrierte Reise- und Abteilungsleiter Gerd Raff erneut seine zeitgemäßen technischen Kenntnisse. Als Gerd Kindsvater kurz vor dem Abfahrtszeitpunkt noch nicht im Bus war, wurde überlegt, wie man ihn wohl erreichen könne, wobei Gerd ganz fachmännisch meinte: „Der hat nur ein öffentliches Telefon, kein Handy.“
Immerhin benutzte er dabei ein englisches Wort, das es allerdings in der englischen Sprache gar nicht gibt.
Um derartiges zu vermeiden, machte Frau Ellsäßer einen Vorschlag, der dem Intimredakteur sehr gefiel. Bei der auch dieses Jahr wieder sehr zahlreichen Verteilung von Handouts durch den Reiseleiter schlug sie nämlich vor, dass dies nicht Handout, sondern Handzettel heißen müsse. Da der Intimredakteur auch ein Vertreter der guten deutschen Sprache ist, findet er auch, dass das Gerät, vor dem er gerade sitzt, nicht Notebook, sondern Klapprechner und sein iPhone Scheibchentelefon heißen müsste.
Auch Martin Eckert machte einen bemerkenswerten sprachlichen Vorschlag. Da Diana Weller, die Ehefrau unseres Kassiers, wie üblich während des Ausflugs ein Couvert, das die gesamten Bargeldvorräte des Reiseleiters beinhaltete, mit sich herumtragen musste, schlug er vor, dass man sie eigentlich „Couvernante“ Diana nennen müsste.

Die Umgangsformen waren auf diesem Ausflug mit lauter honorigen Teilnehmern selbstverständlich wieder glänzend. Als Hansi Tannert gerade den letzten bereit liegenden Kuchen bei einem der Picknicks an sich nehmen wollte, sagte Gerd zu ihm „Warte“, nahm ihn und verspeiste ihn selbst. Auf die entsetzte Frage von Hansi „Und jetzt?“ gab es Gerds spontane Antwort: „Beschwer‘ dich doch bei der Reiseleitung.“

Informativ ist so ein Ausflug natürlich auch. So erfuhr man nebenbei, dass Gudrun Pfisterer bei ihrer Faschingsgesellschaft ein Amt innehat, dass ihr geradezu auf den Leib geschrieben scheint. Sie ist nämlich bei Veranstaltungen zuständig für Zucht und Ordnung, also all das, was man mit Fasching als Erstes in Verbindung bringt.

Auch das geschichtliche Wissen hatte sich am Ende des Ausflugs dank unseres Reiseleiters wieder deutlich vermehrt. So berichtete er beispielsweise, dass es in der Ehe von Maria Theresia und Franz I. wie in jeder Ehe gewesen sei, denn der Mann habe nichts zu sagen gehabt.
Demgegenüber scheint die Männerwelt beim Bogenschützenverein in Brügge noch in Ordnung zu sein, denn am dortigen Vereinsheim konnte man lesen: „Hier haben Frauen keinen Zutritt, außer einer, der Putzfrau.“

Gerade der TTC-Ausflug gibt dem Intimredakteur angesichts des Durchschnittsalters der Teilnehmer immer wieder Gelegenheit über das Alter zu philosophieren.
Unlängst wurde ihm aber im Spielbetrieb des TTC ein Umstand bekannt, der auch nur eine Alterserscheinung sein kann. Er erfuhr nämlich, dass die Spielerinnen der Damenmannschaft nicht mehr, wie früher üblich, vor Spielbeginn eine Flasche Sekt leeren.
Dafür ist die charmante Umgangsart der Damen nach wie vor gleichgeblieben. So musterte Conny in der Gustav-Werner-Sporthalle Wolfram Schmid von Kopf bis Fuß, um anschließend zu bemerken: „Bisher habe ich immer gedacht, du wärst schlanker als mein Klausi.“

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Teilnehmers fügt der Intimredakteur zum Abschluss noch sein traditionelles Abschluss-Resümee, das er diesmal auf der Ausflugsrückfahrt gesungen hat, an.
Für die sicher zahlreichen Sangesbrüder und -schwestern, die es nachsingen möchten: Die Melodie dazu ist das allseits bekannte Volkslied „Die Vogelhochzeit“.

Wer führt uns mit gekonnter Hand
Historisch durch das ganze Land.
Fideralala…

Es ist, wie kann es anders sei,
allseits bekannt das Meschelein.
Fideralala…

Sucht er uns die Lokale aus,
dann ist es meistens auch ein Schmaus.
Fideralala…

Auch wählt er immer bestens aus,
den Busfahrer, der führt uns aus.
Fideralala…

So sind wir eine munt`re Schar,
die fröhlich losfährt Jahr für Jahr.
Fideralala…

Besonders fröhlich dieses Mal
war Paul nach uns’rem Abendmahl.
Fideralala…

Diesmal ging es ins Flandernland,
das nun uns auch ist wohlbekannt.
Fideralala…

Dessen Geschichte kennen wir
tatsächlich besser als sein Bier.
Fideralala…

Das liegt an Schwärmen von Handouts,
vor denen es gibt kein Reißaus.
Fideralala…

Gerd zeigt uns auch Manneken Pis,
das leider ganz verhüllt heut‘ ist.
Fideralala…

Nun mach‘ ich aber wieder Schluss,
weil ich noch was erled’gen muss.
Fideralala…

Ich trinke noch ein Abschlussbier,
dann habt ihr alle Ruh‘ vor mir.
Fideralala…

Wir danken für die schöne Fahrt,
die allen sehr gefallen hat.
Fideralala…

Jürgen Hettich

Die Überreste des Sozialismus, die sich bisher auf Nordkorea und den TTC beschränkten, haben sich ausgeweitet. In der kurz vor dem Helferessen statt gefundenen Hauptversammlung des TV Zuffenhausen wurde, wie es beim Abteilungsleiter des TTC seit Jahren üblich ist, der Vorstand mit einem Wahlergebnis von 100% wiedergewählt.

Beim Helferessen selbst tat sich zunächst insbesondere die Helfer-Familie Pfisterer hervor.
Christian, der Sohn von Gudrun, mixte nämlich sein Spezi auf Glas sparende Weise, indem er zunächst die Cola- und dann die Fanta-Flasche an den Mund führte, um deren beider Inhalte im Mund zu vermischen.
Ehemann Christof erwies sich danach als Kavalier alter Schule, als er zu seiner Gattin sagte: „Wenn du ebbes aus onserem Auto habe wilsch, dann hol es dir doch.“
Auch Gastgeber Gerd Raff zeigte sich überaus gentlemanlike als er betonte: „Den Obstsalat hat Gudrun spendiert, damit man ihn essen kann spendiere ich Aperol dazu.“
Nach dieser Behandlung musste Tatopfer Gudrun nun auch einmal Luft ablassen, indem sie den Intimredakteur auf einen Fehler in seinen Bericht über den letzten TTC-Ausflug aufmerksam machte: Der Busfahrer heißt natürlich nicht Manfred sondern Christof.

Ähnlich informativ war auch Vizepräsident Reinhard Egeler. Auf die Frage, wo er denn seine Gattin gelassen habe, antwortete er: „Die ist nicht da.“
Auch die Schlechtwettervorhersage von Walter Mauch für das Helferessen war sehr treffend und veranlasste den Gastgeber zu der Äußerung: „Walter, du bist ein Wettergott, ich habe drei Tropfen gespürt!“
Dies ließ unseren Hansi völlig unbeeindruckt, denn er trägt seinen Regenschirm stets in einer Plastiktüte mit sich, damit er nicht nass wird.

Das wie immer üppige Helferessen hinterließ bei dem einen oder anderen gewisse Spuren, was wiederum den als Vereinsvorstand an üppige Einladungen gewohnten Wolle Reiner zu der Bemerkung veranlasste: „Mesche, du hast doch keinen Bauch, du hast nur einen hohen Magen.“

Zum ersten Mal machte das Helferessen gleich in doppelter Weise seinem Namen alle Ehre, denn die Helfer des TTC waren nicht nur wie üblich zu diesem Essen eingeladen, sondern einzelne Supporter des Vereins, die sich in besonderer Weise um ihn verdient gemacht haben, erhielten von Michael Bortolamedi zusätzlich ein extra auf sie zugeschnittenes Geschenk, darunter unter anderen auch die Jüngste, Rüya Daricili.

Zum Abschluss gab es dann im Hof der Schäfergasse noch eine „Honigschleudershow“. Eingangs erwähnter Christian schleuderte nämlich den von seinen Bienen erzeugten Honig aus deren Waben in einem entsprechenden Gerät, was eine gewisse Zeit in Anspruch nahm. Dies kommentierte Gastgeber Gerd mit den Worten: „Das ist ähnlich interessant wie beim Angeln zuschauen.“

Damit ist für heute eigentlich alles gesagt.

 

Jürgen Hettich

Unser leider zu früh von uns gegangener Karle hat fast bis zuletzt noch seine berühmten und beliebten Sprüche von sich gegeben.
So frotzelte beispielsweise auf der diesjährigen Hauptversammlung des TTC unser Präsident: „Diesmal machen wir es umgekehrt wie in den vergangenen Jahren. Alle werden heute freigehalten, nur der Karle muss zahlen.“ Dies kommentierte er kurz und knapp mit den Worten: „Der Gerd hat bei mir schon vor 30 Jahren mit dem Mobbing angefangen, als es das noch gar nicht gab.“
Bei einem späteren Ausflugs-Nachtreffen erkundigte sich Küchenchef und Abteilungsleiter Gerd Raff dann, wie denn das von ihm eigens kreierte Menu munde. Kurzerhand meldete sich Karle und meinte: „Eigentlich esse ich lieber Schweizer Wurstsalat.“

An diesem Abend scheinen sich ohnehin nur Gourmets getroffen zu haben, denn ein nicht genannt werden wollender Teilnehmer meinte fachmännisch: „Zu einem normalen Haushalt gehören eine Kiste Wein, eine Kiste Bier und eine Flasche Schnaps.“
Gerd Raff schien dies noch nicht verinnerlicht zu haben, denn der zu seinem Eventraum gehörende Kühlschrank mit den Getränken war vom Inhalt her gesehen sehr übersichtlich, wie Loriot sagen würde. Ein Kenner des Gastgebers erläuterte dies damit: „Zuerst müssen die alten Vorräte weg!“

Bei Wolfram Reiner scheint sich der Erfolg als Winzer in Grenzen gehalten zu haben, denn er hat zum ersten Mal eigenen Wein ausgebaut und meinte zu dem Ergebnis: „Als Schorle kann man ihn trinken.“
Vielleicht sollte er es auf folgende Weise versuchen. Als ein Lourdes-Pilger bei der Rückfahrt vom französischen Zöllner befragt wurde, ob er etwas zu verzollen habe, verneinte er dies. Nachdem der Zollbeamte daraufhin in seinem Kofferraum eine Kiste voller Flaschen fand, gab er an, dass dies geweihtes Wasser aus Lourdes sei. Der Zöllner öffnete eine Flasche, roch daran und stellte fest: „Das ist doch Wein.“ Darauf ging der Pilger auf die Knie und rief: „Oh Herr, ein Wunder ist geschehen.“

Ein großer Problemlöser war auch Hansi Tannert. Er erkundigte sich nämlich danach, ob denn noch einmal ein Pfingstpokalturnier organisiert werde, mit der Ankündigung: „Ich würde den Nudelsalat mitbringen.“

Dass Kinder die technischen Fähigkeiten der Eltern gut einschätzen können, bewies Eva Raff, indem sie zu ihrem Vater sagte: „Du musst am Laptop auf „Play“ drücken, aber nicht mit dem Finger, sondern mit der Maus.“

Ein naheliegender Vorschlag wurde für den nächsten TTC-Ausflug gemacht. Angesichts des Durchschnittsalters der Teilnehmer ist eine ärztliche Begleitung - und für die männlichen Teilnehmer eine adrette, junge Krankenschwester - vorgeschlagen worden.

Als großer Charmeur erwies sich wieder einmal unser Abteilungsleiter, indem er meinte, wie kann denn Diana schon 40 Jahre im TTC sein, wenn sie erst 39 Jahre alt ist.
Besagte Diana, die den ganzen Abend nur Wasser getrunken hatte, nutze dann die Gelegenheit, dass ihr Ehemann Klaus gerade sein Weinglas leer getrunken hatte, schamlos aus, indem sie ausrief: „Jetzt gehen wir.“
Dass dieser Befehl sogleich befolgt wurde, bedarf wohl - zumindest bei jahrzehntelang verheirateten Männern - keiner Erwähnung.

 

Jürgen Hettich

2018 führte uns der traditionelle TTC-Ausflug nach Lyon und er war erneut von Sprüchen und Anekdoten begleitet, die berichtenswert sind.
Das fängt schon mit der Besetzung des Busses, der wieder unter gekonnter Führung unseres bewährten Busfahrers Manfred stand, an. Diese spiegelt nämlich eindeutig die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft wieder. Während früher, also als wir uns alle nicht nur jung fühlten, sondern dies auch waren, zu Beginn des Ausflugs der Run auf die hinteren Sitzreihen losging, sind nunmehr die vorderen Reihen schnell vollständig gefüllt, während sich hinten neben den tatsächlich Jungen nur noch vereinzelte, auf jung Machende wie der Intimredakteur (und zeitweise der Reise- und Abteilungsleiter) finden lassen.
Dies wäre also eine gute Gelegenheit für unsere noch jüngeren, in den Tischtennismannschaften sehr aktiven Spielerinnen und vor allem Spieler, nächstes Jahr diese Runde einmal so richtig aufzumischen!!

Auf der Hinfahrt merkte man gleich, dass Schwaben unterwegs waren, denn Reinhard Egeler, kurz Egon genannt, äußerte auf einer Raststätte in Baden: „Geht schon einmal auf’s WC, ich warte bis Frankreich, da kostet es nichts.“
Da kannte er allerdings die Franzosen schlecht. Diese sind nicht nur in Montbéliard, wo wir einen Zwischenhalt machten und das jahrhundertelang als „Mömpelgard“ eine Filiale von Stuttgart war, offenbar schwäbischer, als wir denken. Auf einer französischen Raststätte stand nämlich groß angeschrieben: „Freier Eintritt“ für eine dort befindliche Ausstellung. Als Egon und ich diese dann besuchen wollten, standen wir aber vor verschlossener Tür und der Aufschrift: „Ausstellung geschlossen“.

Dafür sind viele Schwaben französischer als man denkt. Zum traditionellen Sektfrühstück im Bus hatte nämlich „Elli“, also Klaus Ellsäßer, einen Champagner mitgebracht, den er mit den Worten ausschenkte: „Woisch, der muss au mal weg.“

Unser Präsident und Reiseleiter betätigte sich auch dieses Jahr wieder in altbekannter Manier.
So bezeichnete er beispielsweise Helge, den er ohnehin nur „der Daggy“ nennt, als Hercules des TTC wegen seiner tatkräftigen Unterstützung, wenn es wieder einmal ans Tragen geht.
Auch das Demokratieverständnis ist bei einem, der jedes Jahr mit 100%-iger Mehrheit, um nicht zu sagen mit SED-Mehrheit wiedergewählt wird, eindeutig. Als er im Bus für die Lösung „A“ oder „B“ abstimmen ließ, verkündete er als Ergebnis: „B hat die Mehrheit, also machen wir A“.

Auch Christof Pfisterer, der auf seinem Bauernhof unabkömmlich war und wie üblich durch seine charmante Gattin und ehemalige Faschingsprinzessin Gudrun vertreten wurde, ließ er heimlich teilnehmen, indem er in einem seiner allseits beliebten, historischen Vorträge davon sprach, das Ereignis sei „52 vor Christof“ gewesen.
Nicht einmal seine politische Gesinnung verbarg er, denn bei dieser Gelegenheit sprach er auch von Karl dem Grünen, statt dem Kühnen.

Allerdings zeigte unser Reiseleiter nicht nur seine Weltoffenheit, sondern auch seine Empfindlichkeit, denn als Hansi Tannert ihn kurzerhand als „Fettsack“ bezeichnete, drohte er ihm an, mit dem Zug nach Hause fahren zu müssen. Als er sich dann nach einer gewissen Zeit wieder beruhigt hatte, kam es dann aber doch nicht zum Äußersten.

Hinter vorgehaltener Hand wurde bereits diskutiert, ob und wie es einmal ohne unseren Präsidenten weitergehen könnte.
Da wir in Lyon auf zwei Hotels verteilt waren, musste Tochter Eva die Gruppe in einem dieser Hotels einchecken. Als der Intimredakteur beobachten konnte, wie gekonnt und routiniert sie dies bewältigte, fragte er einen anonym bleiben wollenden Mitreisenden, ob hier wohl schon die Nachfolge eingeleitet werde. Dessen Antwort war: „Naja, viel Auswahl hat er ja nicht.“

Am Ankunftsabend in Lyon speisten wir dann in einem vorzüglichen Sterne-Restaurant und förderten dort die deutsch-französische Freundschaft so, wie es wohl Adenauer, De Gaulle, Macron und Merkel nicht gemeinsam hinbekommen würden. Als Dank für das vorzügliche Essen schmetterten wir nämlich, unter nur der Vollständigkeit halber zu erwähnender musikalischer Leitung des Intimredakteurs, die französische Nationalhymne „Marseillaise“ gemeinsam mit weiteren Gästen aus ganz Europa. Dies offenbar so gekonnt, dass die gesamte Küchenbrigade und das Service-Personal nicht nur mit der Hand auf dem Herz mitsangen, sondern aus glühenden Augen auch vereinzelt Tränen flossen.

Bei Gesang fällt mir gerade ein, dass unsere zum Abschluss jeder Jahreshauptversammlung gemeinsam gesungene, schwäbische Nationalhymne einen grandiosen Erfolg verzeichnen konnte. In der beliebten SWR 1- Hitparade erreichte das Lied „Preisend mit viel schönen Reden“ nämlich unter mehr als 1000 Hits den Rang 52. Ich würde daher vorschlagen, dass wir diesen Erfolgshit bei der nächsten Versammlung im Stehen und mit der Hand auf dem Herz absingen.

Zum Abschluss noch zwei weitere Ratschläge.
Wolfram „Wolle“ Reiner bezieht neuerdings seine Zeitung nur noch in digitaler Form. Den entscheidenden Vorteil, dass man schon am Vorabend die Ausgabe vom nächsten Tag lesen kann, beschreibt er so: „Da woisch du am Abend scho, wo du am nächste Tag zur Leich‘ hin musch.“

Da es unsere bereits eingangs erwähnte, jüngere Generation der Digital Natives mit der Rechtschreibung und Zeichensetzung nicht mehr so genau nimmt, abschließend ein Beispiel, dass es für die Bedeutung eines Satzes sehr auf die Zeichensetzung ankommt. Je nachdem, wie man das Komma setzt, kann man einem Schwaben zum Genuss seines Vierteles unterschiedliche Ratschläge geben:
Entweder: „Schloatze muasch, net saufa“ oder: „Schloatze muasch net, saufa.“

In diesem Sinne alles Gute für das neue Jahr

wünscht der Intimredakteur

Jürgen Hettich

Anerkannter Stützpunktverein

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