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FC Stuttgart-Cannstatt - TV89 Zuffenhausen 2 : 5 (2 : 1) – Gar lieblich schusselig und nervös, dann zielstrebig mit Tempo, und wenn´s sein musst´ auch bös


»Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken mit Ende.« (Pierre Littbarski)

Keine Macht den Drogen 24° C. Es wurden Pfefferminztee und totes, gegrilltes Fleisch angeboten. Die Wasserpfeifen dampften hinter der Absperrung der Sportler. Es ist heiß und sonnig. Die Natur bekam unter der Woche Wasser satt. Die Schnecken konnten sich endlich wieder über die Salate und Tomaten hermachen. Jetzt ist die Wärme zurück. Gott sei Dank!  Gut es soll Spieler bei GWS geben, die schützen sich mit Sonnencreme vor der Hitze, die meisten anderen freuen sich, wenn es am Spielfeldrand Wasser gibt. Kaltes, köstliches, erfrischendes Wasser. Ich meine jetzt nicht die Schnecken, die natürlich auch, ich meine die Spieler. Wasser ist Leben! Und Bier ist Leben, außer in der Bierfalle. Denn auch die Zuschauer haben Durst. Das kann sich ergänzen und muss sich gar nicht ausschließen!

Apropos Schnecken. Am Anfang starten wir nervös. Warum eigentlich? Moment einmal, das war doch schon letzte Woche. Wird das jetzt eine Angewohnheit?  Können wir nicht einfach befreit aufspielen? Komm´ mir jetzt bloß nicht mit der Mannschaftsaufstellung und mit dem Schiri! Unsere Chancen waren eigentlich keine und hinten waren wir auch nicht gut. Egal ob Ange, Scharpfi oder Alex. Die  Missverständnisse im Spielaufbau und auch im Mittelfeld führten zu katastrophalen Situationen, die letztlich nur Fortsetzungen von Fehlerketten waren. Man hatte nach dem 2 : 0 der Gastgeber tatsächlich Glück, 2018 05 21 FC Stuttgart 05dass es nicht noch ein 3 : 0 oder gar ein 4 : 0 gab. Aber Timm hat ja Geburtstag, das muss ihm gerade noch rechtzeitig eingefallen sein, deshalb konnte er kurz vor der Halbzeit das physiognomisch wichtige 2 : 1 (45.) erzielen. Denn es war das Gesicht, das sich wechselte.

In der Halbzeitkabine

War es laut. Die Nerven lagen blank oder es war die Mission des Trainers Sven Peuckert, die lethargische Mannschaft mittels Phonstärke wach zu rütteln. Und das Gute, es hat gewirkt. J2018 05 21 FC Stuttgart 02etzt siehst du auf einmal ein anderes Gesicht. Ein Thorben geht wütender und aggressiver in die Zweikämpfe als ein Feintechniker. Ein Kai, zeigt gleich, was er will. Nach der Ecke von Jakob hält er seinen Kopf hin und macht erst einmal den wichtigen Ausgleichstreffer. 2 : 2 (51.) Ein Steff vermittelt Souveränität und Sicherheit. Thorben zimmert den Ball aus 20 m brachial und volley ins Netz.  2 : 3 (55.) So geht das, Jungs. 2018 05 21 FC Stuttgart 01Schluss mit lustig! Geburtstagskind Timm Spahr besorgt noch das 2 : 4 (61.) und das 2 : 5 (72.) dann hat unser bald 100 Tore Team schon 2018 05 21 FC Stuttgart 04wieder genug. Der vor dem Spiel geehrte Torhüter der Gastgeber und unser Geburtstagskind waren über neunzig Minuten jeweils der beste Mann im Team.

Der TV89 spielte mit: A. Grantsannlis – Scharpfenecker, Lechner, Rau (Hartmann) –Cullison, Benzer (Bast), Braun, J. Albrecht, Cadir (Nallinger) – Spahr, Tabar (Prechter)

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TV89 Zuffenhausen – Stuttgarter SC 6 : 0 (3 : 0) – Yannik legt den Grundstein, Timm mit Doppelschlag, kurz vor der Pause – Thorben, Sezer und Niels die weiteren Schützen – Patricks ohne Fehl und Tadel


„Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.” — Sepp Herberger

Schlotwiese: 14 -17° C. Es wurde ein Kälteeinbruch prognostiziert. Aber die warmen Jacken liegen über den Stühlen. Es ist schwül und dämpfig. Nach wie vor soll es Regen geben. Brauchen wir ja auch.  Also die Natur mein ich. Aber wir sind ja Teil der Natur. Zurzeit sogar mehr Frohnatur als Pro Natur. Noch nie war nach dem Spiel so sehr vor dem Spiel wie heute. Wenn die SGU jetzt gegen Ermis gewinnt, und wir in Cannstatt, dann könnten wir am Pfingstmontagabend auf dem ersten Platz stehen. Wär das nicht geil? Ja, das wär´s. Very, very. Sogar.*

Am Anfang starten wir nervös.1 Aber der Platz ist unser Freund und Naturrasen tut uns gut. Peu en peu gewinnen wir Spielanteile und kommen erst in der 14. Minute zu einer kuriosen Strafraumaktion bei der unsere Jungs es reihenweise nicht schaffen, die Kugel ins Netz unterzubringen. Zwei Minuten später ist es aber dann so weit. Eine schnelle Ballstafette über Balleroberung Maxi oder Jakob im Zweifelsfalle, von Dani über Sezer und der mit Auge und gutem Pass auf den freistehenden Yannik – dann Weltklasse! – kurz rechts an seinem Mitspieler vorbei und mit Efeu in den rechten Winkel geschlenzt à2018 05 13 SSC 05 la Robben, aber eben von links. 1 : 0 (16.) Die Gäste sind unzufrieden, beginnen sich gegenseitig die Schuld zu zuschieben. Aber wenn sie auch wanken, fallen sie noch kein bisschen. Vielleicht etwas aus der Haut, ob der Leistung des Schiedsrichters Hr. Wolfgang Widmeier2. Auch wir als zweitfairstes Team der Liga können leider den Mund nicht halten. So denkt man schon an die Halbzeit und dass wohl nichts mehr passieren wird, so wie die unvorsichtige Feldmaus am Abend nicht mehr mit Mäusebussard Sturzflug rechnet. Aber wir sind der Raubvogel und schlagen vor der Pause noch gleich doppelt zu. Dann g2018 05 13 SSC 01eht plötzlich alles ganz, ganz schnell. Der technisch brillante Dani schiebt den Ball in die Schnittstelle und Timm nutzt die Gelegenheit zum 2 : 0 (39.) Im unmittelbaren Gegenzug schlenzt Schöpper (11) den Ball ans Tor ganz knapp vorbei. Ein Moment Unachtsamkeit und die Gäste wären wieder dran gewesen. Aber als in einer unübersichtlichen Strafraumaktion Maxi den Ball weiter stochert, ist wieder Timm zur Stelle und verwandelt im Stile eines Goalgetters zum 3 : 0 (42.)

Seitenwechsel
 
Aber nicht Stimmungswechsel. Ganz im Gegenteil. Das Stimmungsbarometer zeigt quasi schon Höchststand wie bei Hau-den-Lukas, wenn es klingelt.3 Nach dem Wiederanpfiffchen spürt man, dass das ein Team jetzt ist, was uns da auf dem Muttertagssonntag verwöhnt. Im Mittelfeld sind wir einfach schneller als die Gäste. Und schnell ein Wort zu den Patricks. Man sollte auch einmal ein St. Patrick Day feiern. Der Rückhalt schlechthin unser sicherer Patrick Löchner und unsere Abwehrzentrale Patrick Lechner. Das passt nicht nur namenstechnisch, das ist jetzt vielleicht wirklich eine Lösung. 2018 05 13 SSC 03Unser Torhüter macht jetzt zwei Wochen Urlaub. Vielleicht meint die Mannschaft, dass man beizeiten schnell noch etwas fürs Torverhältnis tun muss? Nach Jakobs Ecke kann ein SSC Spieler den Ball nur abtropfen lassen und legt unfreiwillig für Thorben auf, der darauf nur gewartet zu haben schien, wie die Katze auf die Maus – auf die unvorsichtige Hausmaus dies´ Mal – Seine wuchtige Direktabnahme landet fast im linken Winkel, aber unhaltbar Puff hat´s gemacht. 4 : 0 (52.) Das sollte ja jetzt so etwas wie die Vorentscheidung sein. Das denkt auch Trainer Sven Peuckert, der jetzt frische Kräfte nacheinander einwechselt. Im vier Minuten Takt gehen die starken Yannik, Thorben 2018 05 13 SSC 04und Jakob. Auch Alex mit einer besseren Partie. Hier sollen Kräfte für ein mögliches heißes Saisonfinale geschont werden. Timm und Dani dürfen dieses Mal bleiben. Der auf Wolke Sieben schwebende Niels Wietzer kommt rein und fügt sich gleich ein, legt einen Ball von Dani quer weiter auf Sezer und der nimmt Maß aus 20 m. Auch fast in den Winkel. Auch unhaltbar. 5 : 0 (76.) Das letzte Tor von Niels könnte wieder zum Kacktor des Monats werden, wenn denn eine Kamera dabei gewesen wäre. Aber lieber keine Kamera und dafür Teamgeist. Ein Schuss an den Pfosten des Youngsters Tim Neidhart prallt an das Knie von Niels und von dort über den bereits am Boden liegenden Torhüter hinweg zum 6 : 0. (88.) Endlich wieder Tore en masse. Schönes Gefühl. Was sich verändert hat, ist die Stabilität in der Defensive. Jungs, jetzt den Ball flach halten und hochkonzentriert mit dem fröhlichen Schwung in die letzten Spiele. Weiter so!

 Der TV89 spielte mit: Löchner – Scharpfenecker, Lechner, Rau (Wietzer) – Benzer, Nallinger (V. Ngranntsanlis), Braun, J. Albrecht (Bast), Häringer (Neidhart) – Spahr, Tabar

* Ich weiß, dafür können wir uns dann immer noch nix kaufen. Aber es würde uns sicherlich für die letzten Spiele unheimlich motivieren, das Zepter nicht mehr aus der Hand zu geben. Und spannend wäre es natürlich auch.

1 Warum eigentlich? Okay die Gäste sind erst einmal unheimlich motiviert. Wahrscheinlich hat ihnen der Trainer gesagt, dass sie an´s Hinspiel denken sollen, wo wir erst in letzter Minute mit Kai´s Kopfballtor 3 : 2 gewannen. Bis dahin war der SSC ja noch so etwas wie die Überraschungsmannschaft der Liga. Dann wurden sie schnell durchgereicht und haben seit dem nicht mehr viele Punkte geholt.

2 Einerseits Respekt, dass ein Mann in seinem Alter sich das noch antut, aber ich musste ganz spontan auch an meinen Onkel denken, der noch 90-jährig Auto fährt und 2018 05 13 SSC 02gerne als Beispiel für die lange Reaktionszeit von drei Sekunden bei der Führerscheinprüfung verantwortlich ist. Ganz zu schweigen davon, dass man in diesem Alter eben nicht nur manches überhört, sondern auch vieles übersieht. Sein Pfeifchen, was er dabei hatte, verdient das Wort Pfeife nicht, sein Pfiff war stets ein Pfiffchen und es kam mit aller Regelmäßigkeit zeitversetzt nach drei Sekunden Reaktionszeit. Und was er pfiff, das ist wieder eine andere Sache.  :-(

3 Da wollen unsere Jungs ja heute auch noch abfeiern – Frühlingsfestmäßig – und wir sind tolerant und schreiben jetzt nix vom hirnlosen Ballermann – Jeder hat auch das Recht auf Rausch. Steht im Grundgesetz.

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TV89 Zuffenhausen – TVZ  3 : 1 (2 : 1) – Starke Gäste treffen auf das Team der Stunde. Thorben mit sehr guter Leistung und dem frühen Führungstreffer, zwei verwandelte Elfer und Maxi trifft schon wieder nach Freistoß Variante


„Wie das im Sport halt so ist: erst gratulieren, dann den Schläger zertrümmern - und anschließend geht's weiter.” — Bernd Krauss auf die Frage, wie er beim Tennis mit Niederlagen umgehe

Schlotwiese: 18-12° C. fallend. Es wurden heftige Böen in Aussicht gestellt und Regen als Wohltat. Die Natur beglückt sich selbst sozusagen. Ein bisschen Abkühlung tut ja auch grundsätzlich gut, besonders, wenn nicht alles so heiß gegessen wie gekocht wird. Hauptsache der Zusammenhalt in einem mittlerweile eingespielten Team ist da. Spieler kommen, Spieler gehen. Loyalität ist das allererste Gebot. Das gilt für die, die hier für die Ehre kicken genauso, wie für diejenigen, die ihr Herzblut am Spielfeldrand geben. Das ist nicht alles ironisch, was der Schreiber so schreibt! Wenn einer dieses Team verlassen will, – seine Entscheidung. Wenn einer diesem Verein, unserem »1889«, den Rücken kehrt, verdient er eine Runde Mitleid. Wir sind die Schlotwiesenjungs. Authentisch, furchtlos und treu. Alles andere ist nur alles andere, aber wem sag ich das?
Ziemlich genau eine Minute braucht unser Verein, um aus der Abwehr spielerisch ein Angriff in die Spitze von Yannik über 2018 05 10 Zazenhausen 03Timm zu Thorben zum 1 : 0 (2.) umzusetzen, dass man sagt »Olè« oder wie heißt das noch auf Katalanisch, wenn man den heran rauschenden Stier mit seinen Hörnern durch das rote Tuch sausen lässt? Jedenfalls »Schock Freezing« für die Gäste – und auch für deren Gesichter. Thorben hat das Klasse gemacht - so wie früher, als noch Tore eben nicht nur aus Standards heraus 2018 05 10 Zazenhausen 02erzielt wurden*. Natürlich geht´s heute um mehr. Es ist ja das Nachholspiel aus der ersten Saisonhälfte. Drei Punkte, klar. Vormachtstellung in Zuffenhausen, auch klar. Pay Back, mehr als klar. Spiel Eins nach Petze Z sozusagen. Langweiliges Thema, lassen wir das. Die Wahrheit liegt auf dem Platz und da stellt sich Srmak in einer Strafraumaktion einfach clever an, als er unseren Zweikampfcrack Jakob körperlich spürt und fällt. Dem guten Ex Oberliga Schiri Roman Reck bleibt nix anderes übrig, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Das 1 : 1 (35.) durch K2018 05 10 Zazenhausen 01äpt´n Plociennik sollte die Kehrtwende bringen. Tat es aber nicht! Kurze Freude, langes Leid. Quasi im Gegenzug holt der entfesselt aufspielende Thorben ebenfalls einen Elfer raus, den unser Steff Hartmann genauso souverän verwandelt. 2 : 1 (37.) Alter Abstand.

Halbzeitcheck

Die Gäste stark, wir etwas besser. Die Tabelle lügt nicht, möchte man meinen. Aber dünn ist das Eis auf dem wir da wandeln und all eitel Gockelgehabe ziemt sich nicht. Wir müssen den Stadtteilnachbarn auch kämpferisch kommen. Was gefällt ist unser Defensiv-Verhalten. Da hat sich seit dem unglücklichen Rückrundenstart am Allermeisten getan. Das ist offensichtlich die Handschrift des Trainerteams um Sven Peuckert. Der alte Sepp Herberger Spruch, dass man nur so stark ist, wie das schwächste Glied in der Kette, greift. Die Dreier-Kette hat kein schwaches Glied mehr. Das Mittelfeld kämpft vorbildlich um jeden Ball. Da dürfen Timm und Danni eine Stürmerposition spielen. Wir gewinnen nach Standards. Meistens jedenfalls. Beide werden übrigens eher aus taktischen Gründen, nach dem vorentscheidendem 3 : 1 (69.) durch das 2018 05 10 Zazenhausen 04kuriose Arschtor des Monats1 von Maxi nach Freistoß von Jakob auf Torwart Neumanns Fäusteabwehr, ausgewechselt. Es wird auf Viererkette umgestellt. Das hatte mit deren guter Leistung nix zu tun. So manövriert man das Schiff in den sicheren Hafen. Zuletzt verlieren die Gäste noch einen Spieler mit Gelbrot. Doch viel zu spät, um uns damit noch gefährlich zu werden ;-) Zufällig mal auf die Fairnesstabelle3 geguckt. Da rangieren wir auch auf einem zweiten Platz.
Was man sich am Ende der Saison dafür kaufen kann, weiß jeder. Philosophisch gesehen zählt zwar das »Hier und Jetzt«, da aber das Raumzeitgefüge relativ ist, haben wir »Hier und Jetzt« noch nix. Und nix ist nix, oder? Mehr als Wissen zählt die Fantasie, soll Einstein gesagt haben. (Spruch beim heutigen Vatertagsausflug vor dem Münchinger Bahnhof) Jungs, ihr ward fantastisch heut. Weiter so!

Der TV89 spielte mit: Löchner – Scharpfenecker, Hartmann, Lechner – Benze, Nallinger, Braun, J. Albrecht, Häringer – Spahr (Rau), Tabar (V. Ngranntsanlis)

* kleine Randbemerkung. Seit mehreren Spielen gehört unsere Defensive in die Fupa-Elf des Tages. Die Fupa-Elf des Tages ist aber Bullshit, wenn man per IP Verschlüsselung (z. B. Tor Browser) jeden Spieler zum Spieler des Spiels machen kann. Wer´s denn braucht…

1 Das Kacktor des Monats gibt es gelegentlich in »Zeiglers wunderbarer Welt des Fußballs« am Sonntagabend im WDR

2 Gibt´s nicht auf Fupa. Gibt´s auf fussball.de. Schaut besser nicht, wie fair Ermis und die SGU platziert sind

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GW Sommerrain – TV89 Zuffenhausen 0 : 3 (0 : 2) – Zweiter Anzug passt. Maxi mit Kopfballtor, Patrick nickt einen Abstauber ein und Scharpfi mit flachen, brachialen Freistoßknaller à la Naldo.

„Die Schweden sind keine Holländer - das hat man ganz genau gesehen.”  (Franz Beckenbauer)

24° C. im Schatten. Zwischen den Gleisen und einer »Landwirtschaftlicher Verkehr freien Straße«, wo du als Fußgänger immer aufpassen musst, weil auch sonntags nicht nur Autos diesen heißen Asphalt nutzen, sondern auch ambitionierte Rennradfahrer Geschwindigkeitsrekorde brechen müssen und obwohl Kinderwägen, spielende Hunde und gemütliche Fußgänger queren, mit einem gefährlichen, heißen Reifen unterwegs sind – aber man ist tolerant und denkt, dass es bei so einem heißen Wetter in den Hirnen eh schon brodelt – liegen die zwei Sommerrainer Kunstrasenplätze in praller Sonne. Die Gastgeber vom GW Sommerrain müssen noch hitzeempfindlicher sein, als ihre Gäste, weil sie nur für sich selbst ein Pavillon gegen die ungnädigen Sonnenstrahlen aufbauen mussten. Warum für die Gäste keinerlei Schutzvorrichtung gegen UV, Temperatur und gleißendem, grellen Licht vorgesehen ist? Man weiß es nicht. Die Zuschauer fühlen sich schon auf dem langen Weg zum hinteren Saunabereich eher wie in einer Wüstenkarawane. Den Spielern wird nicht einmal ein Eimer mit Wasser an die Seitenlinie hingestellt.

Die ersten Minuten gehören den Grünweißen, die immer in Grünschwarz gegen uns spielen, so wie die Eintracht Frankfurt Fans immer »Schwarz und weiß wie Schnee« singen. Als wir dann nach einer Viertelstunde aus dem Nichts das Führungstor nach einem Freistoß von Jakob auf den Kopf von Maxi erzielen, 0 : 1 (13.), wundert man sich schon ein bisschen, so wie wenn du aus Spaß mit einem Stein auf ein 30 m entferntes Straßenschild wirfst und es – Klong – triffst. Auf´s erste Mal 2018 05 06 Sommerrain 01natürlich. Und danach vielleicht gleich noch einmal, aber nur wenn keine Sau zuguckt. Die Anfangsnervosität weicht ein bisschen und man meint, dass nach einer halben Stunde unsere Schlotwiesenjungs sich jetzt auch den Führungstreffer im Nachhinein verdient haben, denn die Sommerrainer sind keine Ermis, das hat man genau gesehen; zwischen den beiden stand es ja übrigens am letzten Spieltag bis in die Nachspielzeit 1 : 1 und erst die letzte Minute brachte die drei Punkte für den Tabellenführer. Dann ein kurioser Abstauber. Patrick nickt den halbhohen Ball ein und es steht 0 : 2 (37.) Normal dass jetzt andere bei uns im Team ran müssen, wenn die Stürmer alle verletzt sind.
 
Pausentee

Danach wieder voll motiviert fünf Minuten die Gastgeber. Ein Strohfeuer, das in glühender Hitze rasch erlischt. Besonders als Danni Scharpfenecker einen Freistoß flach an der Mauer vorbei ins linke Torwarteck mit 143 Km/h  zum 0 : 3 (59.) drischt, war das der schon der Höhepunkt einer feuerwerkarmen Partie. In der letzten Viertelstunde werden noch neue frische Kräfte gebracht. Bemerkenswert ist dabei2018 05 06 Sommerrain 03 das Debut des erst 18 – jährigen Tim Neidhart, der sich mühelos in die Mannschaft integrieren kann. Fehlerfrei bleibt Torhüter Patrick Löchner, der es verdient hätte, in die Mannschaft des Tages gewählt zu werden. Der beste Mann auf dem Platz war jedoch Timucin Akbay, ein umsic2018 05 06 Sommerrain 02htiger, guter Unparteiischer der besseren Art. Beide Teams machten es ihm allerdings auch leicht, denn es war eine insgesamt faire Partie. Ach, ja – Thorben hat sich auch noch verletzt. Wir reiten weiter. Es sind ja nur noch 500 Meilen bis Fort Laramie.


Der TV89 spielte mit: Löchner – Scharpfenecker, Hartmann, Lechner – Benzer (Neidhart), Nallinger (Weißkopf), Braun, J. Albrecht, Tabar – Rau (V. Ngranntsanlis), Häringer

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TSV Uhlbach - TV 89 Zuffenhausen 1 : 2 (0 : 1 ) – Das Lazarett auf der Bank feuert die Mannschaft an. Witzer ganz gewitzt mit Assist und Entscheidungstreffer.


„I hope, we have a little bit lucky.”( Lothar Matthäus)

14° C. Sonne. Ganz versteckt irgendwo in Stuttgarts Weinbergen, zwischen Königin Katharinas Grabkapelle und der Katharinenlinde findet man unterhalb des schwäbischen Griechen »Kostas«, bei dem mal ein Amerikaner der Legende nach »Dscheires« bestellt und nach dreimaligen Schulterzucken der Bedienung auf der Speisekarte auf »Gyros« gezeigt haben soll, den in die Jahre gekommenen Kunstrasensandplatz vom TSV Uhlbach.

Der TV89 spielt eher von Anfang an mit breiter Brust, schwimmt ein bisschen auf der Welle des 2018 05 01 Uhlbach 01Erfolges, so wie der TSV nach den letzten, sieglosen Spielen ein bisschen auf der Brotsuppe. Das ist jetzt interessant. Man merkt das an der Körpersprache der Spieler. Einem Niels Wietzer, der sich wohl gerade in einer glücklichen Phase seiner Biorhythmuskurve befindet, gelingt all2018 05 01 Uhlbach 02es. Er verletzt sich nicht, obwohl er heute noch nach Krokodilen und Pyramiden in Ägypten gucken will, bereitet schon durch sein Spekulieren gleich nach einer noch ausgeglichenen Anfangsphase den Führungstreffer vor, weil er den Rückpass zum Torhüter der Gastgeber antizipiert, wie man so schön sagt, wie wenn man meint, dass man es doch kommen sieht, dass der Ast gleich kracht, an dem man sägt; weil er anschließend das Auge und das Füßchen hat, um auf den ebenfalls hellwachen Jakob abzulegen, welcher sich diese Chance nicht entgehen lässt und den zu diesem Zeitpunkt noch überraschenden Führungstreffer banal, troc2018 05 01 Uhlbach 03ken und sicher erzielt. 0 : 1 (10.) Niels gefällt mir. Jakob aber auch. Wenn es in der Folgezeit brenzlig wird, so sind eher seine Fernschüsse als die Ecken und Freistöße. Auch Timm, der den Weg zurück in die Stammelf zu finden scheint, gefällt als belebendes, erfrischendes Element im Aufbauspiel. Pech hat, obwohl er sich wirklich reinhängt, nach wie vor Thorben, dem zurzeit leider nur so wenig gelingt. Auch den Uhlbachern gelingt so wenig, dass schon der einzige Kritikpunkt an Patrick ist, dass er einmal nicht rechtzeitig aus seinem Kasten herauskommt und Steff mit beherztem Einsatz zur Ecke klären muss, bevor etwas Schlimmeres passiert. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fragen sich die Gastgeber, warum der TV89 nicht nachlegt und ob sie nicht selbst vielleicht auch ein bisschen gewinnen wollen. Der Halbzeitpfiff rettet den noch knappen Vorsprung.

Nach Wiederanpfiff

Ist es dann aber schon wieder passiert. Man hat es kommen sehen. Die linke Seite ist die etwas überforderte Achillesferse des Gesamtpersonals. Es fehlt ein beständig guter linker Defensivspezialist à la Hektor. Dio spielt jetzt erfolgreich im Sturm und ein Dreh- und Angelpunkt in der zweiten Mannschaft, die übrigens zuvor mit 0 : 4 deutlich gegen die B – Elf der Gastgeber überzeugen konnte. Er war aber auch kein Verteidiger. Fakt ist, der Druck der Uhlbacher vom Ende der ersten Hälfte bleibt bestehen und führt über ein versteinertes Abwehrverhalten der linken Defensive zum ach zu viel zu einfach erzieltem Ausgleichstreffer zum 1 : 1 (46.) Thorben spielt auch lieber Sturm, obwohl er wirklich das Zeug zu einem sehr guten Defensivspezialisten hätte. Im Sturm zeigt er leider seine höheren Ambitionen nicht. Ein Schuss geht links vorbei, ein anderer wird gehalten, der nächste findet erst gar nicht mehr statt. In den darauffolgenden Bemühungen, das entgleiste Spiel wieder in den Griff zu bekommen, stemmt sich um Kapitän Steff Hartmann (28) das äußerst junge Team mit einem Altersdurchschnitt um die Zweiundzwanzig! dagegen. Rote Würste, Brötchen, alles längst ausverkauft. Der TV89 ist hungrig. Wir wollen auch drei Punkte, werden wieder das überzeugendere Team. Jetzt nach einer guten Stunde Spielzeit erkämpfen unsere Jungs Eckball auf Eckball, Abschluss auf Abschluss. Die Uhlbacher kommen kaum zu Entlastungsangriffen. Der unglückliche Sezer geht, Scharpfi kommt. Auf unser gutes Gefühl wollen wir nix geben. Und wir wollen auch keine gelb-rote Karte fordern. Bitte kein Überzahlspiel, das können wir nicht gut. Mittlerweile sind auch Manu und Alex gekommen. Jetzt hast du ein paar baumlange Gestalten beim Eckball, da tun einem die Gegner leid. Dass ein Abpraller, ein Abstauber dann das Spiel entscheidet und dass der glückliche Schütze Niels Wietzer heißt, der den Kracher aufs Tor von Steff nutzt, passt zum Spiel. Die letzten bangen Minuten und dem plötzlich wütenden Sturmlauf der Gastgeber setzen unsere Jungs endlich das entgegen, was man muss. Sie reißen sich bedingungslos den A… auf. Das ist was der Schreiber weiß, warum wir zuletzt gewinnen. Weil unserer Wille im Team stärker war, als der des Gegners. Und nur so geht Erfolg! Jetzt wünschen wir Niels ein bisschen »lucky« in Egypt und Tobi, Dennis, Kai, Mo, Manu schnellste Genesung.

Der TV 89 spielte mit: Löchner – Lechner, Hartmann, Benzer (Scharpfenecker) – Nallinger, Spahr (Rau), Braun, J. Albrecht, Cadir (Bast) – Häringer, Wietzer (Tabar)

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